Meine Reise der achtsamen Heilung, Willenskraft und des tiefen Vertrauens in den eigenen Körper
Anfang 2023 erlebte ich die unglaubliche Kraft der Selbstheilung. Vom ersten Schock einer schweren Knieverletzung bis hin zur Entscheidung gegen eine Operation – hier möchte ich meine wertvollen Erkenntnisse und Erfahrungen, die ich auf dieser Reise sammeln durfte, mit euch teilen und euch damit ermutigen.
Nachdem ich im Februar 2023 beim Skifahren in Andermatt mein Innen- und Kreuzband gerissen habe, schien es für mich nur eine Wahl zu geben. Alle Spezialisten, die ich konsultierte, empfahlen nachdringlich eine Operation. Der Termin war bereits festgelegt. Ich hatte jedoch immer stärker werdend das Gefühl, dass mein Körper die Operation ablehnt. Er schrie förmlich „Ich will das nicht“. Also entschloss ich mich nach langen Überlegungen und der Ermutigung durch meinen Physiotherapeuten, Chiropraktiker und osteopathischen Masseur & Yogalehrer dazu, nicht auf den Rat der Ärzte, sondern auf meinen Körper und meine innere Stimme zu hören. Ich entschied mich gegen die Operation und für eine natürliche Heilung.
Mit der folgenden achtsamen Unterstützung & Begleitung v.a. meines Physiotherapeuten und meines kinesiologischen Mentors, sowie einer ganzheitlichen Kombination aus sanfter Bewegung und bewusster Ernährung nahm ich meinen Weg zur Genesung durch meine eigenen Selbstheilungskräfte in die Hand. So begann meine Reise der Heilung und Willenskraft, sowie des tiefen Vertrauens in meinen eigenen Körper. Diese Erfahrung zeigte mir, wozu unsere wunderbaren Körper fähig sind, wenn wir ihnen achtsam zuhören und ihnen die Zeit und Unterstützung geben, die sie für die Selbstheilung brauchen.
Die anfängliche Kombination aus Physiotherapie, progressivem Yoga und Pilates-Reformer sowie anderen körperlichen Aktivitäten wie leichtem Schwimmen und Wandern schien für mich gut zu funktionieren – zusätzlich zu meinem starken Glauben und der Vorstellung, dass meine Bänder heilen.
Jeden Tag dehnte ich mich ein Stück weiter und hielt jede Yoga-Position mindestens eine Minute lang, um die Flexibilität des Bindegewebes und der Faszien zu fördern und meinem Gehirn die Chance zu geben, diese Position zu speichern. Ich achtete darauf, die Dehnungen länger zu halten und nicht in bequemere Positionen zu wechseln, und beendete die Übungen, bevor sie ungenau wurden, um die korrekte Ausführung gut zu verinnerlichen. Dies ist in der Neurowissenschaft ein sehr wichtiges Element, da das Gehirn immer die letzte Übung im Gedächtnis abspeichert.
Ich steigerte über die nächsten Monate allmählich meine allgemeine körperliche Aktivität: von ausgedehnten Spaziergängen bis hin zu schnellen, aber leichten Wanderungen. Schwimmen bot mir sanfte Unterstützung und eine regenerative Wirkung. Anfangs wirkte nicht das klassische Brustschwimmen, sondern mehr der Kraulbeinschlag wohltuend. Zusätzlich half mir das Radfahren mit geringem Widerstand, mein Tempo und meine Grenzen zu erkunden, wobei ich immer auf die Signale meines Körpers achtete. Die Gelenke in Bewegung zu halten ist sehr wichtig, um Gelenkschmiere zu produzieren.
Zusätzlich unterstützte ich meinen Heilungsprozess und meine Selbstheilungskräfte mit einer achtsamen Ernährung, reich an essenziellen Aminosäuren, Proteinen, Früchten und Gemüse. Ich hatte das Gefühl, dass mein Körper mehr Proteine verlangte, weil er die Aminosäuren brauchte. So merkte ich zum Beispiel, dass ich einige Monate viel mehr Appetit auf Käse und Milchprodukte hatte. Das nächste kinesiologische Austesten meines Mentors – was ich als Gesundheitscoach auch selbst durchführe – ergab, dass mir die Aminosäure Valin fehlte. Mein Körper sorgte also schon alleine für sich durch erhöhten Appetit auf Milchprodukte. Meiner Meinung nach ist es für eine Genesung von großer Bedeutung, stets auf seinen Körper zu hören, um ihn bei der Heilung zu unterstützen – er sagt einem, was er braucht. Während meines gesamten Heilungsprozesses gab mir auch das Testen immer wieder wichtige Signale, was mein Körper genau braucht. So stellte ich zum Beispiel fest, dass Kaffee gerade meine Heilung behinderte, was ich anfangs nicht glauben wollte. Ich lies ihn eine Woche weg und als ich bei Freunden wieder eine Tasse zum Frühstück trank, wunderte ich mich den ganzen Tag, wieso mein Knie sich wieder schlechter und irgendwie „hölzern“ anfühlte, bis mir abends der Kaffee einfiel.
Jeder kleine Schritt im Wasser, jede Wanderung und jede Dehnung zeigte mir, was möglich war. Ich war unglaublich dankbar für jeden Fortschritt und meine Selbstheilungskräfte. Die positiven Erfahrungen Monate nach meiner Verletzung machten mich neugierig auf das, was noch kommen würde…
Etwas über ein Jahr später kann ich jetzt wieder am Strand joggen, Ski fahren, segeln und wandern wie es mir beliebt. Ich kann sogar wieder hohe Absätze tragen!
Die Yoga-Lehrerausbildung, die ich im November 2023 in Indien absolvierte, war eine unglaublich bereichernde Erfahrung für mich, besonders nach all den Herausforderungen, die ich überwunden hatte. Ich arbeite heute immer noch an der perfekten Lotus-Position, bin aber unglaublich dankbar dafür, wie weit ich gekommen bin und was möglich ist.
Wenn mir zum Zeitpunkt des Unfalls jemand erzählt hätte, dass ich neun Monate später eine Yogalehrer-Ausbildung mache, hätte ich es nicht geglaubt.
Wenn ich nun auf meine Reise seit meiner Knieverletzung zurückblicke, bin ich zutiefst dankbar für diese tiefgehende Erfahrung der Heilung, Willenskraft und des persönlichen Wachstums sowie für alle Personen, die mich während dieses Prozesses begleitet und unterstützt haben. Diese Reise zeigte mir, wie wichtig es für die eigene Gesundheit ist, eine achtsame Balance zwischen dem Austesten der eigenen Grenzen und dem Hören auf den eigenen Körper zu finden.
Wenn ihr selbst schon einmal eine ähnliche Erfahrung mit Selbstheilungskräften gemacht habt oder gerade durchlebt und auf dem Weg eurer Heilung Ermutigung oder Begleitung wünscht, könnt ihr euch gerne jederzeit an mich wenden. Weitere Informationen zu meinem Gesundheitsangebot, das auch kinesiologisches Testen beinhaltet, könnt ihr gern bei mir direkt erfragen.